FAQ

Fragen und Antworten

Was ist eine Poliklinik, wie funktioniert das?

Kurz gesagt ist die Poliklinik ein soziales Stadtteilgesundheitszentrum, in dem Gesundheit und Krankheit sowohl individuell als auch gesellschaftlich-kollektiv verhandelbar gemacht wird.
Es wird dabei drei Säulen geben: primärmedizinische Versorgung, Sozial- und Rechtsberatung, sowie Gemeinwesenarbeit in Form von Präventionsprojekten.

Was ist der Ansatz der Poliklinik? Was wollen wir mit der Poliklinik erreichen?

Wir werden in der Poliklinik einen starken Fokus auf gesellschaftlich krankmachende Faktoren wie ungleiche Einkommen, Wohnverhältnisse, Rassismus, Umweltbedingungen und Bildung legen und diese auf Stadtteilebene verhandelbar machen.

Damit soll der neoliberalen Erzählung von Eigenverantwortung, individuellen Risikofaktoren, und Verhaltensprävention begegnet werden. Das heißt, wir sehen die Polikliniken als einen neuen sozialen Raum und als ein Laboratorium des Gemeinsamen. Es sollen hier Entindividualisierungsprozesse angestoßen und kollektive Momente erfahrbar gemacht werden.

Ein zu etablierender Stadtteilgesundheitsrat soll als direkt-demokratisches Organ fungieren und die Teilhabe der Menschen garantieren.

Welche Rolle sollen die Polikliniken im Gesundheitssystem spielen?

Mit der Poliklinik als Stadtteilgesundheitszentrum streben wir eine interdisziplinäre, wohnortnahe Versorgung mit Fokus auf gesellschaftlich krankmachende Faktoren an.
Im Gegensatz zu Einzelpraxen und privatwirtschaftlich geführten MVZs streben wir eine gemeinnützige Trägerschaft an, die im besten Fall und bei Verbreitung der Idee großflächig einer Ökonomisierung des ambulanten Bereichs entgegen wirkt.