Spendenaufruf

Liebe Freundinnen und Freunde,

jetzt seid ihr endlich dran! Wir brauchen euch.

Lasst uns gemeinsam die Poliklinik – und damit eine politische Perspektive im ambulanten Gesundheitsbereich – Wirklichkeit werden lassen.


Wie viele von euch schon mitbekommen haben, starten wir – nach langjähriger Planungsarbeit – die Poliklinik im Hamburger Stadtteil Veddel.


Anfang diesen Jahres haben sich die Tore unserer kleinen Allgemeinarztpraxis geöffnet. Gleichzeitig beginnen wir mit einer Gesundheits- und Sozialberatung und vielen Stunden ehrenamtlichem Poli-Community-Dienst. Als Begleitung zur Eröffnung wird es partizipative Workshops und Stadtteilbefragungen geben. Im Laufe des Jahres starten dann erste Präventionsprojekte in Kooperation mit lokalen Partner_innen auf der Veddel.


Wie ihr wisst, wollen wir von Anfang an alternative und teilweise widerspenstige Wege gehen und v.a. viele Dinge zunächst ausprobieren. Deshalb sind wir auf eure Unterstützung angewiesen.

Für

  • mehr Zeit für Patient_innen, das heißt weniger Abrechnungsscheine
  • die Entwicklung einer interdisziplinären Arbeitsweise
  • eine Übergangsfinanzierung der Sozial- und Rechtsberatung
  • zeitaufwendige Begleitungen in der Sozialberatung
  • ein Gesundheitscafé als Treffpunkt für den Stadtteil
  • moderierte Stadtteilversammlungen und Fokustreffen

benötigen wir in der Startphase möglichst viel Gestaltungsspielraum.

Wenn ihr uns hierbei unterstützen wollt, könnt ihr das auf verschiedene Weisen tun:

  1. Spenden
  2. ein Fördermitglied werden
  3. Sachspenden
  4. ideelle Unterstützung (Know-how, Kontakte, Öffentlichkeitsarbeit etc.)

Neben einem Regel-Kredit und einem Bürgschaftskredit, die uns bisher als Finanzierungsgrundlage dienen, sind mehrere Drittmittelanträge für 2017 geplant.

Wir planen im Laufe des nächsten Jahres die Gesundheits- und Sozialberatung komplett über Drittmittelanträge zu finanzieren.

Wir arbeiten außerdem an einem Poliklinik-Syndikat-Modell: Überschüssiges Geld soll in die Neugründung von weiteren Polikliniken fließen. Aber das ist noch Zukunftsmusik.

Unten findet ihr weitere Details zu unserem Projekt und mehr Informationen zu den Spenden- und Fördermöglichkeiten.

Mit solidarischen Grüßen
eure Poliklinik Hamburg

Spendenkonto:

Gruppe für Stadtteilgesundheit und Verhältnisprävention e.V.
IBAN DE29430609672065880300
BIC GENODEM1GLS
GLS Bank Hamburg

 

Fragen und Antworten

Was ist eine Poliklinik, wie funktioniert das?

Kurz gesagt ist die Poliklinik ein soziales Stadtteilgesundheitszentrum, in dem Gesundheit und Krankheit sowohl individuell als auch gesellschaftlich-kollektiv verhandelbar gemacht wird.
Es wird dabei drei Säulen geben: primärmedizinische Versorgung, Sozial- und Rechtsberatung, sowie Gemeinwesenarbeit in Form von Präventionsprojekten.

Was ist der strategisch Ansatz der Poliklinik? Was wollen wir mit der Poliklinik erreichen?

Wir werden in der Poliklinik einen starken Fokus auf gesellschaftlich krankmachende Faktoren wie ungleiche Einkommen, Wohnverhältnisse, Rassismus, Umweltbedingungen und Bildung legen und diese auf Stadtteilebene verhandelbar machen.

Damit soll der neoliberalen Erzählung von Eigenverantwortung, individuellen Risikofaktoren, und Verhaltensprävention begegnet werden. Das heißt, wir sehen die Polikliniken als einen neuen sozialen Raum und als ein Laboratorium des Gemeinsamen. Es sollen hier Entindividualisierungsprozesse angestoßen und kollektive Momente erfahrbar gemacht werden.

Ein zu etablierender Stadtteilgesundheitsrat soll als direkt-demokratisches Organ fungieren und die Teilhabe der Menschen garantieren.

Welche Rolle sollen die Polikliniken im Gesundheitssystem spielen?

Mit der Poliklinik als Stadtteilgesundheitszentrum streben wir eine interdisziplinäre, wohnortnahe Versorgung mit Fokus auf gesellschaftlich krankmachende Faktoren an.
Im Gegensatz zu Einzelpraxen und privatwirtschaftlich geführten MVZs streben wir eine gemeinnützige Trägerschaft an, die im besten Fall und bei Verbreitung der Idee großflächig einer Ökonomisierung des ambulanten Bereichs entgegen wirkt.

 

Fördermitgliedschaften

Wenn ihr Fördermitglied werden möchtet kontaktiert uns bitte via E-Mail. Ihr erhaltet dann alle notwendigen Informationen und weitere Details zu unserem Projekt.

Der jährliche Förderbeitrag liegt bei mindestens 120 Euro (also dem relativ kleinen Betrag von zehn Euro pro Monat), für Menschen mit geringem Einkommen bei 60 Euro (bzw. fünf Euro im Monat). Höhere Förderbeiträge sind ebenso herzlich willkommen.

Unterstützer_innen

  • werden regelmäßig per Rundbrief über den neusten Stand informiert
  • werden zu einem jährlichen Treffen der gesamten Solidargemeinschaft eingeladen
  • erhalten eine Spendenbescheinigung für ihre jährliche Steuererklärung, denn die Poliklinik arbeitet gemeinnützig.

Sachspenden

Wir benötigen folgende Ausstattungsgegenstände

  • Stühle und Tische
  • Beamer
  • Defibrillator
  • Tresor für BtM
  • Blutentnahmestuhl
  • Flipcharts
  • Zentrifuge

Wenn ihr Fragen oder Anregungen habt, mehr über unser Projekt erfahren oder einfach mal vorbeischauen wollt, meldet euch bei uns unter: info@poliklinik1.org

Entscheide mit uns, was gesellschaftlich machbar ist – Poliklinik 2017!